Über Jahrhunderte hinweg war die Zahl bedeutender Schriftstellerinnen - verglichen mit Männern - verschwindend gering. In diesem Essay erklärt
Virginia Woolf, warum das so ist. Sie zeigt, wie der Mangel an Geld und ungestörter Zeit, der weitgehende Ausschluss von Bildung, öffentlichem Leben und literarischen Institutionen sowie gesellschaftliche Geringschätzung Begabungen verkümmern ließen. Woolf blickt zurück auf Aphra Behn, Jane Austen und George Eliot und entwirft mit Shakespeares fiktiver Schwester eines ihrer eindringlichsten Gedankenbilder. Mit Witz und Ironie verbindet sie Beobachtung, Erinnerung und Fiktion. | »Ein Zimmer für sich allein« ging aus Vorträgen hervor, die Woolf 1928 an den Frauencolleges Newnham und Girton hielt, und erschien 1929 als Buch. Der Essay beeinflusste die Frauenbewegung und die feministische Literaturwissenschaft und wird bis heute weltweit gelesen und neu interpretiert. | Diese Neuübersetzung bewahrt Woolfs Rhythmus und die Beweglichkeit ihrer Gedanken. 110 Fußnoten erläutern historische Personen, literarische Anspielungen und Zitate sowie die erfundenen Figuren.